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17.01.2018 - 21:20

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Ein Tag als Straßenkind

von links nach rechts sitzend: Janna, Emmely, Antonia, Charleen, Sophie, Sarah - stehend: Melina, Stefanie, Selina und Paul (alle 5.1), Kiara (8.) und Lea, Raja und Tabea (9.3)

Wir, die Mädchen des Kinderrechtsteams (das sind 10 Mädchen aus der Klasse 5.1 und drei Schülerinnen aus der 9.3), hatten zum Tag des Straßenkindes am 20. November 2011, genauer gesagt am Vortag dieses Tages, eine Aktion am Braunschweiger Kohlmarkt geplant. Mit dabei waren auch Paul aus unserer Klasse und Jana aus der 5.3. Lisa, eine Praktikantin an unserer Schule, wollte die Aktion unter dem Motto „Straßenkind für einen Tag“ auch gern unterstützen.

Mit dem Linienbus erreichten wir bepackt wie eine Karawane den noch nicht sehr gefüllten Kohlmarkt und bauten unseren Stand, oder besser unser Straßenkindercamp auf. Unser Ziel war es, Passanten auf diesen Tag und das Schicksal der vielen Tausend Straßenkinder in der Welt aufmerksam zu machen. Dafür wollten wir in ihre Rolle schlüpfen.

An unserem Stand hatten wir viele Sachen zum Verteilen und zum Verkaufen. Wir haben uns auch selbst gebastelte Schilder aus Pappe übergezogen, auf denen stand: ‚Heute bin ich Straßenkind – morgen geh ich wieder zur Schule in Querum’. Damit und mit unserem ebenfalls gebastelten Bauchladen sind wir in Sichtweite zu unserem Straßenkinderlager am Brunnen losgezogen. Einige von uns verteilten Flyer und Straßenkinderzeitungen, in denen nachzulesen war, wofür wir uns einsetzten und Spenden sammelten. Andere Mitglieder unserer Straßenkindergruppe klimperten kräftig mit den Sammeldosen. Aus unserem Bauchladen konnten wir kleine Dankeschöns, wie beklebte Streichholzschachteln, Luftballons und Chips für den Einkaufswagen im Supermarkt gegen eine Spende verteilen. Für die Kinder hatten wir Comics dabei, in denen es auch um Straßenkinder ging. Wir hatten sogar einen Schuhputzstand dabei, der von einigen Passanten auch genutzt wurde. Mit dem Schuheputzen kannten wir uns noch nicht so gut aus, aber als Straßenkind lernt man schnell! Einige von uns hatten auch Instrumente dabei und gaben wirklich ihr Bestes. Bei allen Tätigkeiten haben wir uns abgewechselt und uns zwischendurch an unserem Deckenlager, das bald wirklich wie ein Straßenkindercamp aussah ausgeruht.

Auch wenn es in der Innenstadt an diesem feuchten Tag im November nicht voll war, konnten wir viele Menschen ansprechen. Selbst ein Mann, der verbundene Hände hatte, wollte den Straßenkindern etwas spenden! Und eine Gruppe chinesischer Studenten war auch ganz neugierig und ließ sich unsere Aktion erklären. Nur ein etwas knurriger Mann, der mit unserer Aktion nicht ganz zufrieden war, bereitete etwas Stress. Wir haben uns davon aber nicht einschüchtern lassen!

Nach mehreren Stunden Einsatz als Straßenkinder waren wir dann aber doch durchgefroren. Schnell wie Straßenkinder wohl manchmal verschwinden müssen, bauten auch wir unser Lager ab und weg waren wir. Schön, dass wir uns auf ein warmes Zuhause freuen konnten.

In der Schule zählten wir einige Tage später unser Sammelergebnis: Gemeinsam hatte wir fast 750 € erbettelt! Mit dem gespendeten Geld dieser Aktion, das übrigens dem Kinderhilfswerk terre des hommes zur Verfügung gestellt wurde, haben wir hoffentlich vielen Straßenkindern geholfen.  

Emmely (5.1) und Jana (5.3)


Kinderrechtsteam der IGS Querum

 

9 Jahre Kinderrechtsteam der IGS Querum

Ein Kinderrechtsteam gibt es an unserer Schule seit 2001. Damals fanden sich 8 Schülerinnen des 6. Jahrgangs zusammen, um sich für die weltweite Einhaltung der Kinderrechte einzusetzen.
Die Idee entstand während einer Unterrichtseinheit zu ,Kindern dieser Welt' und gründete zunächst auf dem Wunsch der Schülerinnen, etwas für die unzähligen jungen und jüngsten Minenopfer in Kambodscha zu tun. So wurden die ersten Kontakte zur internationalen Kinder-Hilfsorganisation terre des hommes geknüpft.
Die Mädchen gründeten eine AG Kinderrechte und organisierten in den Folgejahren vielfältige Aktionen, um auf die Nöte der Kinder aufmerksam zu machen.
In dieser Arbeitsgemeinschaft haben sich seither immer wieder engagierte Schülerinnen gefunden, um mit Ausdauer und Phantasie für Kinderrechte zu ,streiten'.
Die enge Zusammenarbeit mit terre des hommes ist geblieben und so konnten allein zum Weltkindertag am 20. November 2009 über 400 Euro Spenden von den Mädchen überwiesen werden. Gesammelt wurde an unterschiedlichen Orten. Dabei traten die Mädchen als ,Straßenkinder' auf, eine Aktion, die ihnen persönlich auch einen Sichtwechsel ermöglichte.
Gerade arbeiten 10 Mädchen der Jahrgänge 6 - 8 an kleinen Szenen, die auf die traurige Tatsache aufmerksam machen wollen, dass der Handel mit Kindern nicht der Vergangenheit angehört. Auf die Umsetzung und die Planung weiterer interessanter Aktionen sind wir schon gespannt.
Dem Kinderrechtsteam, allen jetzt und ehemals Aktiven sei hier einmal ein außerordentliches Lob ausgesprochen. Es wäre toll, wenn sich auch in Zukunft junge Menschen finden, die mithelfen wollen, die Welt der Kinder ein wenig zu verbessern und die auch Spaß am Planen haben, z.B. ein kleines Jubiläumsfest im kommenden Jahr.

 

(Brigitte Riedel)